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 | Haltung von Kornnattern im Terrarium |
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Größe des Terrariums
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Zur Berechnung der Mindestgröße des Terrariums von Schlangen habe ich einige Textstellen von der Webseite des Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz e.V. übernommen, da dort alles gut erklärt wird:
„ Die Maße sind auf die gesamte Körperlänge (Kopf bis Schwanzspitze) bezogen. Sie sind lediglich Richtwerte, die im speziellen Fall durchaus um ca. 10 % unterschritten werden können. Sie gelten in der Regel für maximal zwei etwa gleichgroße Tiere. Für jedes weitere Tier sind etwa 20 % des Terrarium-Volumens unter Beibehaltung der geforderten Terrarienproportionen zuzugeben. Unabhängig vom Ergebnis der Maßberechnungen wird die Maximalhöhe der Schlangenterrarien auf 2,0 m begrenzt. Zur Aufzucht von Jungschlangen können Kleinbehälter erforderlich sein, deren Abmessungen die geforderten Maße erheblich unterschreiten.“
Für Kornnattern wird auf der Webseite folgende Empfehlung ausgesprochen: Länge 1 x GL Breite 0,5 x GL Höhe 1 x GL. Das würde bei einem Paar 140cm langer Kornnattern ein Terrarium mit den Maßen 140cm lang, 70cm breit und 140cm hoch bedeuten. Andere Webseiten empfehlen ein Terrarium für ein adultes Pärchen mit folgenden Maßen: 80cm lang 50cm breit und 80cm hoch. Ich denke, die Wahrheit wird wie immer irgendwo dazwischen liegen. Unser Paar lebt in einem Eckterrarium mit einer Schenkellänge von 140cm, einer Tiefe von 70cm und einer Höhe von 75cm. Da wir es unserer Meinung nach gut strukturiert haben, hoffen wir, ihrem Kletterbedürfnis gerecht zu werden.
Im krassen Gegensatz zu den Mindestmaßen steht die Rackhaltung, deren Vor– und Nachteile hier jedoch nicht diskutiert werden sollen. Ich persönlich lehne sie ab.
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Einrichtung, Beleuchtung, Temperatur
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Die Einrichtung eines Kornnatterterrariums gestaltet sich recht einfach, da die Tiere in der Natur ein breit gefächertes Biotopspektrum bewohnen und recht Anpassungsfähig sind. Somit sind der Phantasie des Pflegers kaum Grenzen gesetzt. Daher möchte ich hier nur die Einrichtung unseres Terrariums beschreiben. Der Bodengrund besteht aus einem Sand/Lehm/Weißtorf - Gemisch, welches dünn mit Rindenmulch bedeckt wurde um einen Walboden zu imitieren. Darauf wurde lebendes Moos aus dem Wald (gibt es auch im Terraristik Fachhandel) gelegt. Um die so genannte Wet-Box zu schaffen wurde ein Moostopf aus dem Floristik– Bedarf mit einem Loch versehen und umgedreht auf eine der Moosflächen gestellt. Wir konnten beobachten, daß unsere Tiere vor und nach der Häutung verstärkt in diesem Topf anzutreffen waren. Da Kornnattern viel und gern Klettern, dürfen Klettermöglichkeiten im Terrarium natürlich nicht fehlen. Hier haben wir wieder auf Eichstammstücke zurückgegriffen und mit verzweigten Kieferästen ergänzt. Als Höhle dienen ein hohler Korkstamm (trocken), eine modellierte Höhle an der Rückwand (trocken) der umgedrehte Moostopf (feucht) und einige Unterschlüpfe die die Tiere selbst angelegt haben (trocken und feucht). Die Beleuchtung im Kornnatterterrarium gestaltet sich ebenfalls als nicht allzu schwierig, da die Tiere vorwiegend dämmerungs– und nachtaktiv sind. Wir benutzen sie vor allem, um den von uns verwendeten Pflanzen das Wachstum zu ermöglichen und um die von den Tieren bevorzugte Temperatur im Terrarium zu erreichen. Diese liegt bei 22°C– 28°C tagsüber (lokal unter dem Sonnenplatz bis ca. 34°C) und fällt nachts bis auf Zimmertemperatur ab. Während der Winterruhe liegen die Temperaturen bei 12°C - 16°C. Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollte am Tage zwischen 50% und 60% betragen, während der Nacht darüber. Während der Häutung beträgt die Luftfeuchte bei uns im Terrarium ca. 80%. Zu feuchte Haltung kann zu Schimmelbildung im Terrarium, oder, schlimmer noch, zu Krankheiten bei der Natter führen.
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Ernährung
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Da Kornnattern ungiftig sind, können Sie ihre Beute nur durch Erwürgen töten. Dazu „schleichen“ sie sich an die Beute heran, um dann mit einem Biss die Beute zu packen und sich anschließend mit ihrem Körper um das Beutetier herumzuwickeln bis es erstickt ist. Nach dem Tod des Beutetieres wird dieses als Ganzes verschlungen. Dazu wird der Kiefer ausgehakt und nach dem Schlingvorgang wieder eingehakt. Zum gesamten Fressvorgang gibt es rechts eine Bilderserie. Wir füttern unsere Kornnattern einmal wöchentlich mit einer adulten Maus oder einer Babyratte. Bei der Fütterung ist darauf zu achten, daß die Maus die Schlange nicht verletzt, daß möglichst kein Bodengrund beim Schlingvorgang aufgenommen wird und das (bei Fütterung im Becken) sich die Tiere (da bei uns zwei Schlangen im Terrarium sind) nicht ineinander verbeißen. Daher ist bei uns während der Fütterung immer jemand dabei, um gegebenenfalls eingreifen zu können.
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